Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Technische Hilfe Weltweit - so lautet das Motto der Bundesanstalt THW. Sie ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutz-Organisation des Bundes.

Technische Hilfe Weltweit - so lautet das Motto der Bundesanstalt THW. Sie ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutz-Organisation des Bundes.

Was ist das THW?

Das Technische Hilfswerk, kurz THW, ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Es ist dem Bundesministerium des Innern unterstellt. Gegründet wurde die Bundesanstalt am 22. August 1950. Rund 88.000 Ehrenamtliche engagieren sich für das THW, davon etwa 16.000 Jugendliche. Fast 20 Prozent der Mitglieder sind weiblich. Hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das THW rund 1.900, was ca. 2 Prozent der Gesamthelferschaft entsprechen. Pro Jahr können bis zu 2.000 Budesfreiwilligendienst-Leistende (Bufdis) angenommen werden.

 

Struktur

Die Struktur des Technischen Hilfswerks untergliedert sich in 669 Ortsverbände, 66 Regionalstellen, 8 Landesverbände, 3 Ausbildungszentren in Hoya, Neuhausen und Brandenburg a.d.H., 2 bundesweite Logistikzentren und die THW-Leitung in Bonn.

Ehrenamt und Hauptamt wird oft gemeinsam gelebt. Die Ehrenamtlichen retten, organisieren, reparieren und leisten nach schweren Naturkatastrophen sowohl in ganz Deutschland als auch weltweit humanitäre Soforthilfe. Die Hauptamtlichen wiederum koordinieren, erstellen, konzipieren, entwickeln und setzen verschiedene Produkte, Dienstleistungen oder Richtlinien um. Das Ehren- und Hauptamt verbindet, dass sie gemeinsam als das THW seit 75 Jahren Menschen in Not durch technische Hilfe unterstützen. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, engagieren sich 16.000 junge Menschen in der THW-Jugend e.V., der Jugendverband des Technischen Hilfswerks.

Aufgaben

Die Aufgaben des THW sind im THW-Gesetz festgelegt:

  • Technische Hilfe im Zivilschutz
  • Technische Hilfe im Ausland im Auftrag der Bundesregierung
  • Technische Hilfe bei der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen und Unglücksfällen größeren Ausmaßes auf Anforderung der für die Gefahrenabwehr zuständigen stellen
  • Unterstützungsleistungen und Maßnahmen, die das THW durch Vereinbarungen übernommen hat
  • Beteiligung an internationalen, suprationalen und nationalen Forschungsprojekten aus den Bereichen Rettungswesen, Katastrophenschutz und Zivilschutz

Einsatzorganisation

In den vergangenen Jahren waren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW mehrere Millionen Einsatzstunden aktiv. Das THW leistet in Einsätzen technische Hilfe. Das bedeutet, dass Fachkräfte mit technischem Know-how in verschiedenen Situationen, beispielsweise Naturkatastrophen, Unfällen oder Notfällen Hilfe leisten. Die Hilfe kann dabei ganz unterschiedlich aussehen: Es kann bedeuten, dass die Ehrenamtlichen Menschen retten, Gebäude sichern, Gefahrstoffe beseitigen oder Trinkwasser aufbereiten. Die THW-Kräfte setzen dabei spezialisierte Ausrüstung sowie Fachkenntnisse ein, um effektive technische Hilfe zu leisten.

Das THW geht nur auf Anforderung in Einsätze – sei es die Anforderung von Polizei, Feuerwehr oder von ausländischen Staaten. Bei allen hauptamtlich besetzten THW-Dienststellen gibt es Rufbereitschaften, an die sich anforderungsberechtigte Behörden und Organisationen wenden können. Zusätzlich alarmieren viele kommunale Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstellen die ehrenamtlich besetzten THW-Ortsverbände.

Im Ortsverband kann jede und jeder aktiv werden – technische Vorkenntnisse sind kein Muss. Das Wissen für die Einsätze wird in Ausbildungen, Lehrgängen und Fortbildungen durch das THW vermittelt.